Der Kontext
Die traditionelle Modeproduktion setzt oft darauf, Waren herzustellen, bevor die tatsächliche Nachfrage überhaupt bekannt ist. Bei massgeschneiderter Bekleidung wird der Prozess nochmals komplexer: Kundenkonfigurationen, Schnittmuster, Produktionsplanung und Fertigungsdaten müssen zuverlässig zwischen verschiedenen Systemen ausgetauscht werden.
Gertsch wollte ein anderes Modell schaffen: Die Produktion startet erst, nachdem eine konkrete Kundenbestellung eingegangen ist. So lassen sich Überproduktion, Lagerbestände und unnötiger Ressourcenverbrauch reduzieren, und individualisierte Fertigung wird kommerziell tragfähig.