Custom Software für Meetingräume: Buchung und Steuerung digitalisieren

Meetingräume buchen direkt am Display 

Im Rahmen seiner IPA (Individuelle Praktische Arbeit) entwickelte unser Lernender Jann eine interne Lösung für die Buchung und Anzeige unserer Meetingräume. Die Idee entstand aus einer einfachen Alltagssituation: Vor einem Sitzungszimmer ist oft nicht direkt ersichtlich, ob der Raum frei ist, wann das nächste Meeting startet oder ob eine spontane Buchung möglich ist.

Die Ausgangslage

Meetingräume werden bei soxes über Microsoft 365 verwaltet. Wer spontan einen Raum nutzen wollte, musste zuerst im Kalender nachsehen oder riskierte, ein bereits gebuchtes Zimmer zu betreten.

Ziel des Projekts war deshalb eine interne Lösung, die:

  • den aktuellen Buchungsstatus direkt vor dem Raum anzeigt
  • kommende Meetings übersichtlich darstellt
  • spontane Buchungen über das Display ermöglicht
  • Doppelbelegungen vermeidet

Die Lösung

Jann entwickelte eine Webanwendung, die auf einem Display vor dem Meetingraum läuft und mit den bestehenden Raumkalendern in Microsoft 365 verbunden ist. Ist ein Raum frei, kann er direkt über das Display für eine bestimmte Zeit gebucht werden. Die Buchung wird anschliessend automatisch im Kalender übernommen und ist für alle Mitarbeitenden sichtbar.

Zusätzlich lassen sich laufende Meetings verlängern oder frühzeitig beenden. Damit wird der Status des Raums laufend aktualisiert und bleibt für alle nachvollziehbar. Die Lösung wurde im soxes Design umgesetzt.

Technologie und Umsetzung

Umgesetzt hat Jann die Anwendung mit Angular. Sie zeigt nicht nur eine Oberfläche an, sondern validiert und verarbeitet Anfragen über ein eigenes Backend. Als Hardware genügt ein Display mit Raspberry Pi. Dadurch entstehen keine laufenden Lizenzkosten für externe Produkte. Die einmaligen Hardwarekosten bleiben überschaubar, während Daten und Betrieb vollständig intern bleiben. Die Lösung ist zudem auf Wachstum ausgelegt: Weitere Räume lassen sich über Microsoft 365 einbinden, ohne die Anwendung grundsätzlich anzupassen.

Projektvorgehen

Die IPA umfasst zehn Arbeitstage und folgt einem klaren Ablauf. Jann arbeitete nach der IPERKA-Methode: Informieren, Planen, Entscheiden, Realisieren, Kontrollieren und Auswerten. Dazu gehörten unter anderem die Analyse der Anforderungen, die technische Planung, Mockups, Use Case-Diagramme, die Umsetzung, Tests sowie eine ausführliche Dokumentation. Jeden Tag wurden Fortschritt, Aufwand und Erkenntnisse festgehalten.

KI als unterstützendes Werkzeug

Bei der Umsetzung nutzte Jann KI gezielt «nur» als Hilfsmittel, zum Beispiel für Planung, Recherche, Entscheidungsgrundlagen oder kleinere Codebestandteile wie Styling und Effekte. Die zentrale Logik entwickelte er bewusst selbst. Gerade weil es sich um seine Abschlussarbeit handelte, war ihm wichtig, die Lösung fachlich zu verstehen, eigenständig umzusetzen und sauber erklären zu können.

Fazit

Janns IPA zeigt, was gute Ausbildung bei soxes bedeutet: Verantwortung übernehmen, sauber planen, moderne Technologien einsetzen und eine Lösung entwickeln, die echten Nutzen bringt. Aus einer Idee für den internen Alltag entstand ein konkretes und funktionierendes digitales Produkt, das Meetingräume sichtbarer, Buchungen einfacher und Prozesse klarer macht.

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Sofia Steninger, Solution Sales Manager

Sofia Steninger
Solution Sales Manager