Patrick über KI, Code und Verantwortung
Seit einiger Zeit hält sich in vielen Unternehmen dieselbe Hoffnung: Wenn KI Code schreiben kann, müsste Softwareentwicklung doch endlich schneller, günstiger und einfacher werden. Weniger Aufwand, weniger Entwickler, mehr Output.
Auf den ersten Blick wirkt es tatsächlich so. Ein Prompt, ein Codeblock, ein funktionierendes Resultat. Danach noch ein paar Anpassungen, ein paar Tests, vielleicht noch eine Optimierung. Fertig.
Unsere Haltung dazu ist klar: Wir finden KI gut. Wir setzen sie täglich ein. Und sie macht uns besser, weil KI erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler wirklich stärker macht. Wer heute behauptet, KI sei eine Bedrohung für gute Softwareentwicklung, hat nicht verstanden, was gute Softwareentwicklung ausmacht. Nur ist Softwareentwicklung eben nicht einfach das Produzieren von Code.
Künstliche Intelligenz kann heute vieles, was vor wenigen Jahren noch beeindruckend gewesen wäre. Sie kann Muster erkennen, Routinen beschleunigen, Entwürfe liefern, bestehende Logik ergänzen und Entwickler im Alltag spürbar entlasten. Problematisch wird es dort, wo aus dieser Stärke die falsche Schlussfolgerung entsteht, dass man den menschlichen Teil der Softwareentwicklung gleich mit wegrationalisieren könne.
Denn gute Software entsteht nicht dort, wo möglichst schnell möglichst viel Code produziert wird. Gute Software entsteht dort, wo jemand versteht, was gebaut werden soll, warum es so gebaut werden muss und welche Folgen technische Entscheidungen später im Alltag haben.