Was sind Digital Services und Digital Value Added Services?

Wie digitale Leistungen Prozesse verbessern, Kunden entlasten und echten Mehrwert schaffen.

Viele Unternehmen haben heute Portale, Dashboards, Apps oder automatisierte Funktionen. Trotzdem beantworten Teams noch immer dieselben Rückfragen, Kunden warten auf Informationen, die intern längst vorhanden sind, und vorhandene Daten führen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen.

Nicht jede digitale Funktion verbessert auch den Alltag. Vieles sieht modern aus, verändert aber operativ zu wenig. Informationen werden angezeigt, aber nicht eingeordnet. Prozesse werden digital abgebildet, aber nicht einfacher. Zusatzfunktionen kommen dazu, ohne dass daraus ein echter Mehrwert entsteht.

Ein guter Digital Service macht einen Prozess einfacher.
Ein guter Value Added Service macht eine Leistung wertvoller
.

Du bist hier richtig, wenn ...

  • Ihr bereits digitale Funktionen habt, der operative Aufwand im Alltag aber trotzdem hoch bleibt
  • Ihr besser einordnen wollt, welche digitalen Leistungen wirklich sinnvoll sind
  • Du den Unterschied zu Digital Value Added Services sauber einordnen willst
  • Du digitale Services nicht nach Funktion, sondern nach Nutzen bewerten willst

Was sind Digital Services?

Digital Services sind digitale Leistungen, die einen bestehenden Service, Prozess oder Kontaktpunkt einfacher, schneller oder transparenter machen.

Ein Digital Service hilft zum Beispiel dabei,

  • Informationen direkt bereitzustellen
  • Anfragen einfacher abzuwickeln
  • Bearbeitungsstände sichtbar zu machen
  • Rückfragen zu reduzieren
  • Interaktionen ohne Umwege zu ermöglichen

Was sind Digital Value Added Services?

Digital Value Added Services sind digitale Zusatzleistungen, die über den Basisservice hinausgehen und einen konkreten zusätzlichen Nutzen schaffen. Sie machen nicht nur etwas digital verfügbar. Sie verbessern eine Situation.

Das kann heissen:

  • Risiken früher erkennen
  • bessere Entscheidungen treffen
  • schneller reagieren
  • gezielter priorisieren
  • Nutzung oder Betrieb besser steuern

Was ist der Unterschied?

Digital Services machen Leistungen digital
nutzbar. Ein einfaches Beispiel: Ein Kunde sieht im Portal
seinen Bearbeitungsstand.

Digital Value Added Services schaffen
zusätzlichen Nutzen, der vorher nicht vorhanden war.
Ein Kunde wird automatisch informiert, wenn eine
Verzögerung droht, und erhält direkt eine sinnvolle
nächste Handlung.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Rund um das Thema tauchen viele Begriffe auf, die oft vermischt werden. Eine saubere Einordnung hilft.

Digitalisierung

Digitalisierung beschreibt den übergeordneten Wandel von analogen oder manuellen Abläufen hin zu digitalen Formen. Digital Services können ein Teil davon sein.

Prozessdigitalisierung

Prozessdigitalisierung meint die digitale Unterstützung, Strukturierung und Steuerung von Abläufen. Digital Services bauen oft auf solchen digitalisierten Prozessen auf.

Automatisierung

Automatisierung reduziert manuelle Schritte oder Entscheidungen. Sie kann Bestandteil eines Digital Service sein, ist aber nicht mit dem Service selbst gleichzusetzen.

Smart Services

Smart Services nutzen häufig Daten, Vernetzung oder intelligente Logik. Viele Digital Value Added Services fallen in diesen Bereich, aber nicht jeder Digital Service ist automatisch ein Smart Service.

Wann sind Digital Services sinnvoll?

Digitale Services sind dann sinnvoll, wenn im Tagesgeschäft unnötiger Koordinationsaufwand, Wartezeit oder Intransparenz entsteht, obwohl die nötigen Informationen grundsätzlich vorhanden wären.

Das ist typischerweise der Fall, wenn Mitarbeitende Informationen aus mehreren Systemen, Dateien oder E-Mails zusammensuchen müssen, um eine einfache Auskunft zu geben.

Zum Beispiel wenn:

  • einfache Rückfragen Fachpersonen binden, obwohl keine fachliche Entscheidung nötig wäre
  • Bearbeitungsstände manuell abgeklärt werden müssen
  • Informationen vorhanden sind, aber nicht dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden
  • Übergaben nur funktionieren, weil einzelne Personen mitdenken
  • Kunden auf Rückmeldungen warten, obwohl intern längst Daten vorhanden sind

Digital Value Added Services sind besonders dann interessant, wenn bereits Daten, Prozesswissen oder Nutzungsmuster vorhanden sind, daraus aber noch kein konkreter Zusatznutzen entsteht.

Warum das Thema eng mit Prozessdigitalisierung zusammenhängt

Ein Digital Service ist nie besser als der Prozess dahinter. Wenn Zuständigkeiten unklar sind, Daten nicht stimmen oder Ausnahmen ständig manuell gelöst werden, bleibt auch der digitale Service schwach. Deshalb gehören Digital Services klar in die Prozessdigitalisierung.

Wer digitale Services sinnvoll entwickeln will, muss auch diese Fragen klären:

  • Welcher Prozess steckt dahinter?
  • Woher kommen die Informationen?
  • Was braucht der Nutzer wirklich?
  • Welche Entscheidung oder Handlung soll besser werden?
  • Welche Daten sind belastbar genug?

Digitale Services entstehen nicht vorne im Interface. Sie entstehen dort, wo Prozess, Fachlichkeit und Technik zusammenpassen.

Beispiele für Digital Services

Für Kunden und Partner

  • Kundenportal mit Status und Dokumenten
  • Self-Service für Anfragen oder Änderungen
  • digitale Terminvereinbarung
  • Online-Zugriff auf Rechnungen, Verträge oder Reports
  • Support mit klarer Rückmeldung zum Stand

Für interne Teams

  • digitale Freigaben
  • interne Serviceportale
  • operative Dashboards
  • automatisierte Rückmeldungen aus Systemen
  • transparente Bearbeitungsstände

Wie sollte Dein Unternehmen vorgehen?

Ein guter Digital Service beginnt nicht mit einer Idee, sondern mit einem klar benannten unnötigen Aufwand im Alltag. Die erste Frage lautet nicht: Was könnten wir digital abbilden?
Sondern: Wo entsteht heute wiederkehrender Aufwand, obwohl Information, Daten oder Prozessschritte eigentlich vorhanden sind?

Danach folgt die Einordnung:

  1. Manueller Aufwand konkret benennen
    Wo wird heute gesucht, nachgefragt, koordiniert oder manuell überbrückt?
  2. Geschäftliche Relevanz prüfen
    Wie oft tritt das Problem auf? Wen bindet es? Was wird dadurch langsamer, teurer oder unnötig abhängig?
  3. Ursache sauber einordnen
    Fehlt wirklich ein digitaler Service oder liegt das Problem bei Prozess, Datenqualität oder Zuständigkeiten?
  4. Nutzen klar definieren
    Was soll konkret besser werden: weniger Rückfragen, schnellere Auskunft, bessere Priorisierung oder mehr Verlässlichkeit?
  5. Umsetzbarkeit realistisch bewerten
    Sind die nötigen Daten vorhanden? Ist der Prozess stabil genug? Lässt sich der Service verlässlich betreiben?
  6. Gezielt umsetzen
    Zuerst dort, wo Nutzen, Häufigkeit und Machbarkeit zusammenkommen.
  7. Wirkung messen
    Nicht nach Funktionsumfang, sondern danach, ob Aufwand, Wartezeit oder Abhängigkeit tatsächlich sinken.

Häufig gestellte Fragen

  • Brauchen wir für digitale Services immer ein Kundenportal?

  • Welche digitalen Services erwarten B2B-Kunden heute wirklich?

  • Wie erkenne ich, ob ein digitaler Service wirtschaftlich sinnvoll ist?

  • Müssen wir für digitale Services unsere bestehende Software ersetzen?

  • Was ist der Unterschied zwischen Kundenportal, Self Service und digitalem Service?

  • Welche Daten brauchen wir für Digital Value Added Services?

  • Wie starten Unternehmen sinnvoll mit digitalen Services?

Du willst herausfinden, welche digitalen Services bei Euch wirklich Sinn ergeben?

Wir schauen mit Dir an, wo digitale Services in Eurem Unternehmen wirklich Nutzen schaffen, welche Voraussetzungen dafür bereits vorhanden sind und wo zusätzlicher Aufwand droht statt Mehrwert.

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Sofia Steninger, Solution Sales Manager

Sofia Steninger
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